Wer schützt das atomare Zwischenlager in Grafenrheinfeld vor Drohnenangriffen?
Vortrag und Diskussion mit Helge Bauer von Ausgestrahlt

22. April 2026
19.00 Uhr
Kulturwerkstatt Disharmonie

Der hochradioaktive Atommüll in Deutschland muss deutlich länger zwischenlagern als ursprünglich geplant. Das Atommülllager in Grafenrheinfeld ist nur bis 2046 genehmigt. In den verbleibenden 20 Jahren wird es in Deutschland noch kein atomares Endlager geben, vielleicht noch nicht einmal eine Standortentscheidung. Heimlich, still und leise werden aus Zwischenlagern Jahrhundertlager – obwohl Sicherheitsfragen ungeklärt sind. Eine aktuell sehr große Bedrohung stellen Drohnenangriffe dar.
Deutschlands Konzept für die Zwischenlagerung hochradioaktiven Mülls ist gescheitert. Betreiber und Politik dürfen das Problem nicht länger aussitzen. Es braucht jetzt dringend konkrete Planungen für eine möglichst sichere längerfristige Zwischenlagerung, bevor die Genehmigungen auslaufen.
Der Schutz der Bevölkerung muss in der Atommüllfrage oberste Priorität haben. Ein gesellschaftlich akzeptiertes Gesamtkonzept muss dafür sorgen, dass die hochradioaktiven Abfälle möglichst sicher zwischengelagert und anschließen endgelagert werden.
Betroffene müssen auf Augenhöhe mitentscheiden, z.B. am „Runden Tisch“. In robusten Neubauten an allen Standorten muss es möglich sein, Lagerbehälter (Castoren) zu reparieren und ihren Inhalt zu überprüfen.
Foto Copyright: BA-BI Schweinfurt







